Ergotherapie bei Schlaganfall
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Nach einem Schlaganfall gehört Ergotherapie zu den wichtigsten Bausteinen der Rehabilitation. Ihr Ziel ist es, verlorene Fähigkeiten so weit wie möglich zurückzugewinnen und den Alltag wieder selbstständig zu bewältigen. Weil ein Schlaganfall sehr unterschiedliche Folgen haben kann — von Lähmungen einer Körperseite bis zu Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörungen — wird die Therapie eng an die individuelle Situation angepasst.
Arm und Hand wieder einsetzen
Ein zentraler Bereich ist die Wiederherstellung der Arm- und Handfunktion. Über gezieltes, häufig wiederholtes Training und alltagsnahe Aufgaben werden Beweglichkeit, Kraft und Feinmotorik gefördert. Zum Einsatz kommen Ansätze wie das aufgabenorientierte Training oder das Bobath-Konzept; auch der Umgang mit Spastik und das Anbahnen von Bewegungen gehören dazu.
Den Alltag zurückgewinnen
Ein zweiter Schwerpunkt ist das Training alltäglicher Handlungen: Anziehen, Körperpflege, Essen, Haushalt. Wo eine vollständige Wiederherstellung nicht möglich ist, werden kompensatorische Strategien erarbeitet und Hilfsmittel individuell angepasst — etwa Griffverdickungen, Anziehhilfen oder Veränderungen in der Wohnung.
Wahrnehmung und Konzentration
Ein Schlaganfall kann auch das Denken und die Wahrnehmung betreffen. Bei Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen oder einem Neglect — dem Vernachlässigen einer Raum- oder Körperseite — trainiert die Ergotherapie diese Funktionen gezielt und vermittelt Strategien für den Alltag.
Früh beginnen, langfristig dranbleiben
Je früher die Rehabilitation startet, desto besser sind in der Regel die Chancen; oft beginnt sie bereits in der Klinik. Wertvoll bleibt Ergotherapie aber auch in der Langzeitphase. Häufig sind Hausbesuche sinnvoll, um direkt in der gewohnten Umgebung zu üben und das Zuhause anzupassen.
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Häufige Fragen zu Ergotherapie bei Schlaganfall
Wann sollte Ergotherapie nach einem Schlaganfall beginnen?
So früh wie möglich — idealerweise bereits in der Akutklinik oder Rehaklinik. Die ersten Wochen und Monate nach dem Schlaganfall bieten das größte Potenzial für neurologische Erholung. Ambulante Ergotherapie schließt nahtlos an die stationäre Reha an.
Was macht ein Ergotherapeut nach einem Schlaganfall?
Ergotherapeuten trainieren Alltagsfähigkeiten wie Anziehen, Kochen und Schreiben. Sie arbeiten an Feinmotorik und Koordination, passen den Wohnraum an und setzen Methoden wie Bobath oder Spiegeltherapie ein, um verlorene Funktionen wiederzuerlangen.
Übernimmt die Krankenkasse Ergotherapie nach Schlaganfall?
Ja, mit ärztlicher Verordnung werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse vollständig übernommen. Nach einem Schlaganfall können langfristige Verordnungen ausgestellt werden.
Wann sollte nach einem Schlaganfall mit Ergotherapie begonnen werden?
In der Regel so früh wie möglich, oft bereits in der Klinik. Auch in der ambulanten Langzeitphase ist Ergotherapie sinnvoll.
Sind Hausbesuche möglich?
Ja, viele Praxen bieten Hausbesuche an — gerade nach einem Schlaganfall ist das Training in der gewohnten Umgebung besonders wirksam.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob Ergotherapie im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.